Schluss mit Monopolrenditen zu Lasten der Passagiere

Deutsche Airlines fordern sinkende Gebühren für alte Infrastruktur

Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) fordert die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) zu mehr Kostentransparenz und sinkende Gebühren für die Bestandsflughäfen Tegel und Schönefeld auf. Dies erklärte BDF-Geschäftsführer Michael Engel heute anlässlich der Vorstellung der neuen Entgeltordnungen der FBB, die ab dem 1.1.2016 in Tegel und Schönefeld gelten sollen. Engel: „Seit Jahren bringen die Airlines Jahr für Jahr fast 10 Prozent mehr Passagiere nach Berlin. Jahr für Jahr erwirtschaftet die FBB mit den beiden Bestandsflughäfen fette Gewinne und verlangt trotzdem immer mehr Geld von den Airlines. Weder wir noch unsere Passagiere sind bereit, die Gelddruckmaschinen Tegel und Schönefeld weiter mit steigenden Gebühren zu befeuern.“

Für den Flughafen Tegel hatte die FBB in ihrem Geschäftsbericht 2014 erst jüngst einen neuen Rekordüberschuss von 88,1 Mio. Euro ausgewiesen – ein Plus von rund 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ergebnisse für den Flughafen Schönefeld veröffentlicht die FBB in ihrem Geschäftsbericht nicht. Engel: „Wir wollen Preise, die sich an den tatsächlichen Kosten der beiden Flughäfen orientieren. Beide Flughäfen sind fast vollständig abgeschrieben. Wie kann es da sein, dass die Gebühren immer weiter steigen.“

Die FBB hat für den Flughafen Tegel im zurückliegenden Jahr seine Gewinn-Marge auf über 30 Prozent gesteigert, während die Margen der deutschen Fluggesellschaften im niedrigen einstelligen Bereich liegen. Engel: „Das ist Ausdruck einer marktbeherrschenden Stellung des Flughafens mit einer erkennbaren Monopolrendite.“

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