Pilotenstreiks: Schmerzgrenze ist deutlich überschritten

Mit den erneuten und andauernden Streiks der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ist die Schmerzgrenze einer verhältnismäßigen Tarifauseinandersetzung deutlich überschritten. BDF-Geschäftsführer Michael Engel: „Das Ganze hat mit einer normalen tarifpolitischen Auseinandersetzung nichts mehr zu tun, sondern ist eine rücksichtslose Machtdemonstration einer kleinen Berufsgruppe und ihrer Gewerkschaft, unter der mittlerweile der gesamte deutsche Standort leidet und nachhaltigen Schaden nimmt. Die erneuten Streiks zeigen, dass gesetzliche Regelungen, die eine Verhältnismäßigkeit solcher Streiks regeln, längst überfällig sind.“

Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) appelliert an die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag, den aktuellen Gesetzentwurf zum Thema Tarifeinheit dringend um Regelungen zur Verhältnismäßigkeit solcher Streiks zu erweitern. Engel: „Die Politik darf nicht zuschauen, wenn die Wettbewerbsfähigkeit einer ganzen Branche ruiniert wird und permanent Passagiere und Unternehmen in Geiselhaft genommen werden. Hier werden Uralt-Privilegien auf dem Rücken von Kunden und Kollegen scheinbar bis zum bitteren Ende verteidigt. Das kann und das darf nicht sein.“

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