Luftsicherheitskräfte: BDF fordert Verhandlungslösung mit Augenmaß und ohne weitere Streiks

Gestern Abend endete die vierte Tarifrunde für die 25.000 Beschäftigten im Luftsicherheitsgewerbe erneut ohne Ergebnis. Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften e.V. (BDF) fordert ver.di auf, eine Verhandlungslösung mit Augenmaß zu finden und endlich aufzuhören, mit neuen Streiks der Luftsicherheitskräfte an den deutschen Flughäfen zu drohen.

Bereits die sog. „Warn“streiks der letzten Wochen waren völlig überzogen und haben zu unnötigen wirtschaftlichen Schäden bei allen Beteiligten in der Luftverkehrsbranche geführt. Nun droht ver.di mit weiteren Streiks vor der nächsten Verhandlungsrunde am 24. März 2022.

BDF-Geschäftsführer Dr. Michael Engel: „Ver.di lässt in dieser Tarifauseinandersetzung jegliches Fingerspitzengefühl für die aktuelle Situation der Menschen im Lande und der Luftverkehrsbranche vermissen, die nach zwei Jahren Corona ohnehin mit Erlösausfällen, höheren Steuern und Gebühren gebeutelt ist. Ver.di schickt eine Berufsgruppe in den Streik, deren Löhne sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt haben.“

Nach den kräftigen Lohnerhöhungen der Luftsicherheitsassistenten in den letzten Jahren verdient ein Luftsicherheitsassistent in der Passagierkontrolle am Flughafen nach einer nur vierwöchigen Anlernzeit mittlerweile so viel wie eine Fachkraft mit 2-3jähriger Berufsausbildung und mehr als bspw. ein Rettungssanitäter oder ein Elektriker mit 10jähriger Berufserfahrung.

Hier finden Sie eine Infografik mit den monatlichen Bruttoverdiensten unterschiedlicher Berufe in Deutschland.

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