Flughäfen

Flughäfen und Fluggesellschaften müssen an einem Strang ziehen, damit der deutsche Luftverkehr wettbewerbsfähig bleibt.


Ohne Flughäfen können die Fluggesellschaften nicht fliegen. Das heißt jedoch nicht, dass jeder Flughafen für die deutschen Airlines von gleicher Bedeutung ist. Tatsächlich ist auffällig, dass es insbesondere an den deutschen Flughäfen, die im europäischen und globalen Wettbewerb stehen, Kapazitätsengpässe gibt, während in der Fläche immer wieder neue kleine Flughäfen entstehen, die um Nachfrage ringen. Der BDF setzt sich für eine bedarfsgerechte Flughafeninfrastruktur ein. Dies bedeutet auch den verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln. Die Beihilfeleitlinien der Europäischen Kommission wie auch das Flughafenkonzept 2009 (PDF-Download) legen aus Sicht des BDF eine geeignete Grundlage.

Die Fluggesellschaften begrüßen eine stärker koordinierende Rolle des Bundes in Infrastrukturangelegenheiten. Ohne ein Gesamtkonzept für den Bedarf von Flughafenkapazitäten und deren Verteilung wird der Luftverkehrsstandort geschwächt. Eindrucksvolles Beispiel liefert hierfür Italien, dessen internationale Drehkreuze heute in Frankreich und Deutschland liegen statt am eigentlich prädestinierten Flughafen Mailand-Malpensa.

Der BDF unterstützt die Flughäfen, die ihre Kapazitäten auf Grund schon erkennbarer Nachfrageüberhänge erweitern wollen. Dabei ist es dem BDF allerdings wichtig, dass die Flughäfen in Abstimmung mit den Airlines, also den Kunden der Flughäfen, ausgebaut werden. Nur so entsteht eine Infrastruktur, die die Fluggesellschaften optimal nutzen können, die bezahlbar ist und zukünftig die internationale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Luftverkehrs gewährleistet.

Zur Stärkung des Luftverkehrsstandortes setzt sich der BDF für eine Reform der Flughafenentgelte ein. Diese Entgelte machen über alle BDF-Mitglieder gesehen ein Fünftel ihrer Kosten aus. Für eine Neuregelung der Entgeltegenehmigung haben ADV und BDF eine gemeinsame Position erarbeitet.