Flughafenentgelte

Flughäfen in Deutschland sind privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen. Nach dem Prinzip der Nutzerfinanzierung belasten sie ihre Kosten in Form von Gebühren und Entgelte an die Fluggesellschaften weiter.

Flughafenentgelte sind Entgelte, die für das Starten, Landen und Abstellen von Luftfahrzeugen sowie für die Benutzung von Fluggasteinrichtungen erhoben werden. Aber auch für passive Schallschutzmaßnahmen an den Flughäfen (Schallschutzentgelte), die Kontrollen von Mitarbeitern und Warenzulieferungen (Sicherheitsentgelte) oder die Betreuung von Passagieren mit eingeschränkter Mobilität an den Flughäfen (PRM-Entgelte) zahlen die Fluggesellschaften die Kosten an die Flughäfen.

Darüber hinaus sind Flughafenentgelte ein flächendeckendes  und bewährtes Instrument zur Internalisierung von Umweltbelastungen. Indem die Start- und Landeentgelte nach Lärmklassen und Stickoxid-Emissionen differenziert werden (Lärmentgelte und NOx-Entgelte), kommen die Fluggesellschaften auch für ihre Umweltkosten vollständig auf.