Klima & Umwelt

Der deutsche Luftverkehr gehört zu den Vorreitern in Sachen Energieeffizienz. Keine andere Branche hat ihren Treibstoffverbrauch pro Passagier in den vergangenen Jahren so verbessert wie der Luftverkehr. Deutschlands moderne Luftflotte verbraucht heute durchschnittlich weniger als vier Liter Kerosin pro 100 Kilometer und Passagier. Das sind 30% weniger Treibstoff als noch Mitte der 1990er Jahre. Zum Vergleich: Im Pkw-Bereich sank der Treibstoffverbrauch im gleichen Zeitraum nur um 13%.

Und noch eines unterscheidet die deutschen Fluggesellschaften von anderen Verkehrsträgern: Für ihr Engagement ist kein Druck von außen nötig. Kerosin macht inzwischen bis zu 30% der Betriebskosten einer Fluggesellschaft aus. Es ist im ureigenen Interesse der Fluggesellschaften, nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch sinnvoll zu handeln. Deswegen hat sich der Luftverkehr auch gleich das nächste Ziel gesteckt: Bis 2020 will er die Energieeffizienz jedes Jahr um weitere 1,5% steigern.

Notwendig hierfür ist der Einsatz modernster Flugzeuge und Triebwerke, eine effiziente Infrastruktur am Boden und in der Luft sowie Optimierungen im Betrieb. So investieren die deutschen Fluggesellschaften bspw. rund 20 Mrd. Euro in modernstes und noch treibstoffärmeres sowie leiseres Fluggerät. Wichtig hierfür ist es aber, dass die Investitionsfähigkeit der deutschen Fluggesellschaften nicht durch immer wieder neue regulatorische und fiskalische Auflagen nachhaltig Schaden erleidet. Allein die deutsche Luftverkehrsteuer entzieht den deutschen Fluggesellschaften rund 565 Mio. Euro pro Jahr. Geld, das für die Erneuerung der Flotte besser geeignet wäre.