Luftverkehrsteuer

Die Luftverkehrsteuer wurde 2010 beschlossen und zum 1. Januar 2011 eingeführt. Mit dieser Steuer wollte der Staat für seinen Haushalt zusätzlich 1 Milliarde Euro einnehmen. Die Steuer fällt auf Flügen an, die von deutschen Flughäfen starten, und richtet sich in ihrer Höhe nach der Entfernung des Fluges und des Reiselandes. Insgesamt gibt es drei Steuerklassen: 7,50 Euro für Flüge bis 2.500 km, 23,43 Euro für Flüge zwischen 2.501 und 6.000 km und 42,18 Euro für Flüge ab 6.000 km. Für innerdeutsche Flüge wird der Steuersatz 7,50 Euro zweimal fällig für Hin- und Rückflug.

Die Luftverkehrsteuer belastet vor allem die deutschen Fluggesellschaften überproportional. Die BDF-Mitglieder schultern mit rund 565 Millionen Euro die Hauptlast der Steuer, während die über 100 ausländischen Unternehmen sich die kleinere Summe von rund 400 Millionen Euro teilen.

Die Einführung der Luftverkehrsteuer kostet die Luftverkehrswirtschaft in Deutschland jährlich bis  zu 5 Millionen Passagiere. Davon gehen alleine den deutschen Fluggesellschaften rund 3,4 Millionen verloren. Das entspricht einem Verlust an Ticketverkäufen in Höhe von 500 Millionen Euro jährlich.

Passagiere sind seit Einführung der Luftverkehrsteuer zunehmend zu ausländischen Flughäfen abgewandert, bei denen sie keine extra Steuer zahlen müssen. Grenznahe deutsche Flughäfen sind von dieser Abwanderung besonders betroffen. Auch der deutsche Inlandsverkehr leidet unter der Doppelbelastung, dass zwei Tickets für Hin- und Rückflug besteuert werden müssen. Der Staat hat zwar rund 1 Milliarde Euro durch die Steuer eingenommen. Gleichzeitig sind Bund, Länder und Gemeinden aber durch die negativen Effekte Einnahmen in Höhe von 535 Millionen Euro entgangen.

Um weitergehenden Schaden von der deutschen Luftverkehrswirtschaft abzuwenden, muss die Luftverkehrsteuer so schnell wie möglich abgeschafft werden. Dies fordern mittlerweile auch zahlreiche Abgeordnete des Deutschen Bundestages sowie der Bundesrat in einem Entschließungsantrag.