Ausblick auf das erste Halbjahr 2026: Das Luftverkehrsangebot in Deutschland wächst leicht, aber der Rückstand auf Europa nimmt weiter zu

Das Sitzplatzangebot im Luftverkehr am Standort Deutschland wird im ersten Halbjahr 2026 von 87% auf 89% leicht wachsen. Damit ist das Wachstum in Deutschland in den ersten sechs Monaten des neuen Jahres allerdings erneut schwächer als im europäischen Ausland. In Europa wird das Luftverkehrsangebot von 107% auf 113% wachsen – jeweils gemessen im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019. Damit nimmt der Rückstand Deutschlands auf Europa im vierten aufeinanderfolgenden Jahr zu und steigt auf 24 Prozentpunkte. So groß war der Rückstand Deutschlands auf Europa nach der Pandemie noch nie.

BDF-Geschäftsführer Dr. Michael Engel: „Der Druck auf den Luftverkehrsstandort Deutschland durch die hohen Standortkosten bleibt weiterhin hoch. Die Zahlen dokumentieren noch einmal deutlich, wie dringend nötig die Entlastung bei den staatlichen Standortkosten ist.“

Die Zahlen für das erste Halbjahr spiegeln die von der Bundesregierung bereits beschlossene Absenkung der Luftverkehrsteuer zum 1. Juli 2026 noch nicht wider. Engel: „Wir brauchen jetzt schnellstmöglich die gesetzliche Umsetzung der Absenkung, damit wir die niedrigeren Steuersätze in der Tax Box ausweisen dürfen. Je schneller das kommt, desto früher und stärker kann sich die niedrigere Belastung positiv auf die Planungen der Fluggesellschaften für das zweite Halbjahr 2026 auswirken.“

Eine Infografik zur Erholung des Luftfahrtangebotes in europäischen Ländern nach COVID-19 finden Sie als Download.

Pressekontakt: Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften e.V., Karen Bahmata-Kutz, Haus der Luftfahrt, Friedrichstr. 79, 10117 Berlin, Fon +49 (0) 30 700 11 85 - 0, E-Mail: presse@bdf.aero

Mitglieder des BDF sind die Deutsche Lufthansa, Condor, Eurowings, TUIfly sowie die Lufthansa Cargo. Die Verbandsmitglieder gehören zu den weltweit sichersten Airlines. Der BDF setzt sich für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen seiner Mitglieder ein und ist dabei Ansprechpartner für Politik, Behörden und Wirtschaft. Zentrales Thema der BDF-Arbeit sind die Standortkosten der deutschen Fluggesellschaften.