Mit dem heutigen Tag beginnen in Berlin die Beratungen des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages über den Bundeshaushalt 2027. Angesichts der aktuell desaströsen Entwicklung am Luftverkehrsstandort Deutschland erinnert der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) an die Kernforderungen der Luftfahrtbranche.
BDF-Geschäftsführer Dr. Michael Engel: „Wir bleiben bei unseren Kernforderungen nach einer Übernahme der Basiskosten der DFS für die Grundversorgung der Bundesrepublik Deutschland mit ziviler und militärischer Flugsicherung, einer staatsanteiligen Mitfinanzierung der Kosten für die Luftsicherheitskontrollen und einer ersatzlosen Abschaffung der Luftverkehrsteuer, mindestens aber einer weiteren deutlichen Reduzierung.“
Gleichzeitig mahnt der BDF für 2027 dringliche Sofortmaßnahmen als Einstieg in die weitere Entlastung des Luftverkehrsstandorts Deutschland im kommenden Jahr an.
Nach der Rücknahme der letzten Erhöhung der Luftverkehrsteuer zum 1. Juli 2026, so der BDF, brauche es 2027 weitere sofortige Entlastungsmaßnahmen bei den Flugsicherungs- und Luftsicherheitsgebühren, um die Konnektivität Deutschlands und die Anbindung der Regionen über die deutschen Drehkreuze zu stärken.
Engel: „Die An- und Abfluggebühren der DFS haben sich seit 2019 verdreifacht. In keinem anderen Land Europas sind die Gebühren derart stark angestiegen. Als Sofortprogramm sollte der Bund die An- und Abfluggebühren in einem ersten Schritt für 2027 in einem Volumen von insgesamt 100-150 Millionen Euro absenken.“ Der BDF betont, dass die Entlastungen nicht zulasten der DFS gehen sollten.
Der BDF verweist darauf, dass auch die Bundesländer zur Entlastung beitragen könnten, beispielsweise, indem sie einen Teil der Luftsicherheitskosten für ihre Flughäfen übernehmen.
„Ziel muss es sein“, so Engel, „mit weiteren Entlastungen wieder Wachstum im Luftverkehr Deutschlands zu ermöglichen. Damit schaffen wir Wertschöpfung, Beschäftigung und Einkommen. Darauf kommt es jetzt an.“
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