Diskussion über Treibstoffpreise: BDF fordert auch für die Fluggesellschaften Entlastung für hohe Kerosinkosten

Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) fordert in der Diskussion über mögliche staatliche Entlastungen für die deutschen Bürger wegen der hohen Treibstoffpreise rasche Entlastungen auch für die Fluggesellschaften in Deutschland.

Seit dem Ausbruch des Nahost-Konflikts hat sich der Kerosinpreis mehr als verdoppelt. BDF-Geschäftsführer Dr. Michael Engel: „Die Kosten für Kerosin machen rund ein Drittel der Gesamtkosten eines Fluges aus. Eine Verdoppelung des Kerosinpreises belastet die Fluggesellschaften massiv und macht immer mehr Flüge unwirtschaftlich. Hierunter leidet die Anbindung Deutschlands und seiner Regionen. Rekord-Kerosinpreise verteuern auch die Tickets für Familien- und Urlaubsreisen erheblich.“

Engel weiter: „Es gibt für eine schnelle Entlastung der Fluggesellschaften ein sehr wirksames und zielgenaues Instrument: die deutsche Luftverkehrsteuer. Wir fordern deshalb die Aussetzung der Luftverkehrsteuer, solange der Nahost-Konflikt anhält und den Kerosinpreis auf Rekordhöhen hält.“

Der BDF verweist auf das Vorbild Schweden: Schweden hatte bereits im letzten Jahr die schwedische Luftverkehrsteuer zum 1.7.2025 vollständig abgeschafft. Das Luftverkehrsangebot in Schweden war daraufhin 2026 dynamisch um +6,6% gewachsen und der Europaverkehr sogar um +8,1% gestiegen. Nun hat die schwedische Regierung aufgrund des Nahost-Konflikts und des gestiegenen Kerosinpreises nachgelegt und auch die schwedische Sicherheitsgebühr für Passagier- und Gepäckkontrollen auf Null gesetzt – zunächst bis Ende des Jahres.

Engel: „Eine ähnlich schnelle Reaktion wünschen wir uns von der deutschen Regierung. Eine Aussetzung der deutschen Luftverkehrsteuer ist dafür das geeignete Mittel der Wahl.“

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Mitglieder des BDF sind die Deutsche Lufthansa, Condor, Eurowings, TUIfly sowie die Lufthansa Cargo. Die Verbandsmitglieder gehören zu den weltweit sichersten Airlines. Der BDF setzt sich für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen seiner Mitglieder ein und ist dabei Ansprechpartner für Politik, Behörden und Wirtschaft. Zentrales Thema der BDF-Arbeit sind die Standortkosten der deutschen Fluggesellschaften.